Über die Kampagne

Die Kampagne Not Alone wurde anlässlich der Repression im Zuge der Anti-Pegida-Proteste in München ins Leben gerufen.

Nach nunmehr über drei Jahren Not Alone Kampagne hat sich in München einiges getan. Während Pegida in der Bedeutungslosigkeit versinkt, ist der Rechtsruck in der Gesellschaft und den Parlamenten längst angekommen. Gab es vor zwei Jahren vor allem massive Repression gegen Anti-Pegidaproteste, sehen wir sie heute verschärft in allen politischen Kämpfen. Spätestens seit den G20-Protesten wird die Forderung nach einem starken Staat laut. Wie im Bundesland der Repression nicht anders zu Erwarten, tun Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz alles ihnen Mögliche, um diese Forderungen zu erfüllen.

In München reagiert man nun auf Scheinbesetzungen mit Sturmtrupp und Hausdurchsuchungen. Und selbst das falsche Facebook-Profilbild (YPG-Fahne) kann hier schon dazu führen, dass Freund und Helfer dich zu Hause besuchen, um deinen Laptop mitzunehmen. Durch neue Gesetzesverschärfungen wird Überwachung und Verfolgung politischer Aktivist*Innen zunehmend einfacher. Mit der AfD ist nun eine rechtsradikale Partei im Bundestag angekommen, die diesen autoritären Trend vorantreiben wird.

Bei Betrachtung all dieser Entwicklungen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass sich die Not Alone Kampagne nicht länger auf Pegida-Gegenproteste beschränken kann. Einer Vielfalt der Repression wollen wir eine Vielfalt der Solidarität entgegensetzen. Dabei sehen wir uns als eine Ergänzung zur Roten Hilfe und orientieren uns an deren Kriterien zur Geldervergabe. Für uns im Mittelpunkt steht dabei, Menschen, die trotz der Unterstützung der RH in finanzielle Schwierigkeiten kommen, Support anzubieten. Denn Repression zielt auf einzelne, meint und betrifft aber alle von uns. Deshalb müssen wir auch gemeinsam reagieren, um die gewollte Vereinzelung nicht zuzulassen. Diese Kampagne soll einen Beitrag dazu leisten und zwar möglichst als gemeinsames Projekt von uns allen. Beteiligt euch an der Kampagne, sammelt mit uns Geld für die Prozesse, macht Soliaktionen und zeigt den Betroffenen, dass wir sie nicht alleine lassen. Meldet euch also bei uns per Mail, wenn ihr von Repression betroffen seid!